OMS - Datenzentrum
Das Projekt

Deutschlands nördlichstes Bundesland Schleswig-Holstein verfügt mit hier ansässigen Firmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen, zusammengefasst im "Maritimen Cluster Schleswig-Holstein", über profundes Wissen und umfassende Kompetenzen in der marinen Spitzentechnologie und Wissenschaft, die weltweit anerkannt und gefragt sind.

Mit Partnern aus dieser Gruppierung wurde die Projektidee entwickelt, ein Frühwarnsystem für Gefahren aus dem Meer zu generieren und Ländern möglicher betroffener Regionen anzubieten.

Forschungsschiff "Südfall" an einer Messboje.
Schnell wurde deutlich, dass die Frühwarnung nur eine Teilaufgabe sein kann. Erst die Einbindung aller meteorologischen, ozeanografischen und geophysikalischen Einflüsse im Küstenbereich bietet die Gewähr für eine umfassende, ausgewogene und wissenschaftlich fundierte Grundlage, aus der Rückschlüsse gezogen werden können, welche die erforderlichen Maßnahmen in den Regionen klar eingrenzen und Handlungsempfehlungen herausstellen - also ein Ozean Monitoring System.

Mit finanzieller Förderung des Ministeriums für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein und unter der Federführung der Raytheon Anschütz GmbH wird das Projekt bis Ende 2007 durchgeführt werden. Ziel ist es, ein leistungsfähiges System aufzubauen, das für viele Bereiche der marinen Umwelt, von der Ozeanografie über Küsteningenieurwesen, Schiffssicherheit, Fischerei, Küsten- und Umweltschutz bis zum Tourismus, Daten und Informationen liefert, die zum Beispiel

  • in Modellrechnungen einfließen und damit in Kurz- und Langzeitvorhersagen eingesetzt werden können,
  • die räumliche und zeitliche Veränderlichkeit wichtiger Kenngrößen wie Strömungen und Salzgehalt im Wattenmeer und der offenen See messen und damit ein Langzeit-Monitoring gestatten,
  • eine quantitative und qualitative Aussage über den Schiffsverkehr in der Deutschen Bucht ermöglichen,
  • den Sedimenttransport untersuchen und die Verlagerung von Prielen und Sandbänken bewerten helfen,
  • die Entwicklung des Wellenklimas vor der Küste durch Radar-Fernerkundung erfassen,
  • Extremereignisse wie Sturmfluten messtechnisch genauer begleiten
  • und solche Informationen online über Internet-Plattformen verfügbar machen.
Das Anwendungsgebiet umfasst die gesamten Küstengewässer vor der Westküste Schleswig- Holsteins und ebenfalls den Bereich der Elbmündung sowie die Umgebung der Insel Helgoland. Mehr als 10 Partnerorganisationen sind an diesem Projekt beteiligt. Ihre allgemeinen Leistungsprofile und spezi- fischen Aufgabenbereiche im Projekt werden im Abschnitt Partner detailliert beschrieben.
Die wichtigsten Komponenten des Nordsee- Monitoring-Systems werden unter OMS-Komponenten ausführlich dargestellt.
Das Anwendungsgebiet (rot umrahmt).
27.08.2007
13.06.2007
29.05.2007
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